Chorgeschichte, oder: Weiterentwicklung heißt Veränderung

Kapitel I: Die Anfänge

Wann, wo und warum sind die moving voices entstanden? So genau weiß das niemand mehr. Es war wohl ein Gefühl, das sich am besten mit den Worten „Ist da noch mehr?“ beschreiben lässt. Junge Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores haben sich 1995 unter Chorleiterin Christine Maier zusammengetan und einige englische Lieder gesungen – anfangs mehr ein Versuch als eine Gründung. Doch das Singen im „Jugendchor“ machte den Mitgliedern so viel Spaß, dass die Treffen bald regelmäßig stattgefunden haben.

Kapitel II: Gospel Singer Liefering

Nach einem Jahr hat Christine Maier ihr Projekt an ihre Schwägerin Barbara Maier übergeben – ein entscheidender Entwicklungsschritt. Unter der neuen Leiterin wurde der Chor in „Gospel Singers Liefering“ umgetauft. Und weil sich die ursprünglich rund zehn Mitglieder stetig vermehrt hatten, war es höchst an der Zeit, sich Ziele zu setzen. Das erste: der Vorabendgottesdienst in der Pfarrkirche Liefering am Samstag, dem 30. Mai 1998.

Im Jahr 1999 folgte mit „Let the sun shine“ die Premiere der seit diesem Zeitpunkt jährlichen Motto-Konzerte. Weitere Themen waren u.a.:

  • „All around the world“ (2000),
  • Afrika (2002 und 2010),
  • Musical-Hits (2003),
  • Disney-Songs (2006),
  • Filmmusik (2009),
  • Die „Swinging Sixties“ (2011),
  • I am from Austria (2012) und
  • Hits des neuen Jahrtausends (2014).

Da waren die Gospel Singers Liefering freilich schon längst Vergangenheit.

Kapitel III: 2006

Jeder Chor kommt irgendwann in die Jahre. Und was für eine Singgemeinschaft von 15-Jährigen passend ist, muss es nicht notwendigerweise auch für einen Chor von über 20-Jährigen sein. Daher hieß es 2006 nach langen und intensiven Diskussionen: Weg mit den Polo-Shirts, die bis dahin unser Choroutfit waren, weg mit Maskottchen „Gospi“ … und auch weg mit dem Chornamen!

Beim Konzert 2007 in Grödig sind wir erstmals als moving voices aufgetreten, nun in seriösem Schwarz mit bunten Tüchern bzw. Krawatten. Passend zum neuen Namen haben wir begonnen, unsere Musik auch choreografisch umgesetzt. Und weil das mit Notenmappen schwer ist, singen wir unsere Konzerte seit diesem Zeitpunkt komplett auswendig – ein Markenzeichen des Chores.

Nach ein paar Wanderjahren wurde die Bachschmiede Wals 2009 zu unserer „Konzert-Heimat“. Die Zuschauerzahl wuchs und irgendwann war ein Konzert zu wenig. Daher gibt es die moving voices seit 2012 im Doppelpack.

Kapitel IV: Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Der Beitrag von Barbara Maier, nun Barbara Hofbauer, zum Wachsen und Gedeihen der moving voices kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der anfängliche Schock war daher groß, als sie im Herbst 2016 nach 20 Jahren als Chorleiterin ihren Abschied verkündete.

Zum Glück haben wir mit Daniela Glantschnig rasch eine engagierte Nachfolgerin gefunden. Und der Schock ist einer neuen Aufbruchsstimmung gewichen. Denn unsere eigene Chorgeschichte beweist: Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang. Und Weiterentwicklung heißt Veränderung.

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